Baden-Württemberg

Hoffenheim fordert Eintracht Frankfurt

Hoffenheims Christoph Baumgartner spielt den Ball
Hoffenheims Christoph Baumgartner spielt den Ball. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild © Uwe Anspach

Zuzenhausen (dpa/lsw) - Wenn die TSG 1899 Hoffenheim in dieser Saison noch irgendwann an die Europacup-Plätze herankommen will, dann wäre ein Sieg gegen Eintracht Frankfurt der richtige Start für eine Serie. «Ganz ehrlich: Europa ist aktuell nicht so in unseren Köpfen drin», sagte Mittelfeldspieler Christoph Baumgartner vor dem Sonntagsspiel (15.30 Uhr/Sky) in der Fußball-Bundesliga. Dies gilt natürlich nicht für das Europa-League-Hinspiel der Kraichgauer am 18. Februar gegen Molde FK.

Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß kann die erste Partie der ersten K.o.-Runde definitiv nicht in Norwegen austragen. «Das Spiel wird dort nicht stattfinden», bestätigte TSG-Sprecher Holger Kliem bei der Video-Pressekonferenz am Freitag. «Im Moment laufen die Verhandlungen für einen Ausweichspielort, das sollte bis Montag geklärt sein.»

Norwegen hat wegen der verschärften Corona-Maßnahmen alle Grenzen seit dem 29. Januar dicht gemacht - zunächst einmal für 14 Tage. Ausnahmen für Profisportler gibt es nicht. Das Rückspiel der Zwischenrunde in Sinsheim ist für den 25. Februar geplant.

Zunächst aber geht der Blick bei Hoeneß und seinen Profis auf die Liga: Nach der 1:4-Lektion beim FC Bayern hat Hoffenheim zehn Punkte Rückstand auf einen Europacup-Rang. «Mit Frankfurt und Dortmund kommen jetzt zwei Teams von oben, diese beiden Spiele werden schon in gewisser Weise richtungsweisend sein», sagte der immer stärkere österreichische Nationalspieler Baumgartner im Interview der «Heilbronner Stimme».

Als Aufbaugegner für die in den vergangenen Monaten personell schwer geplagten Hoffenheimer dürfte die Eintracht kaum dienen. Die Frankfurter stehen als Tabellenvierter da, wo die TSG natürlich gerne wäre - auf einem Champions League-Platz. Die Hessen sind derzeit in Glanzform, haben seit acht Spielen (sechs Siege, zwei Remis) nicht verloren. Die vergangenen fünf Partien gegen die Hoffenheimer - also alle unter Trainer Adi Hütter - gewann Eintracht Frankfurt. «Das Spiel wird den Zuschauern Spaß machen», versprach Hoeneß.

Die TSG-Fans werden von den beiden Winterneuzugängen allenfalls Chris Richards zu Gesicht bekommen: Der 20 Jahre alte US-Nationalspieler kam auf den letzten Drücker als Leihgabe vom FC Bayern und könnte in der dezimierten Abwehr helfen. Der von Stade Rennes verpflichtete Franzose Georginio Rutter (18), laut Hoeneß ein «sehr athletischer, abschlussstarker Stürmer», ist noch in Quarantäne.

© dpa-infocom, dpa:210205-99-318245/3