Baden-Württemberg

Hohe Haftstrafe für Mann nach Messerattacke auf Ex-Freundin

Statue der Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild © David-Wolfgang Ebener

Mannheim (dpa/lsw) - Das Landgericht Mannheim hat am Freitag einen Mann zu sieben Jahren und neun Monaten Haft wegen einer tödlichen Messerattacke auf seine Ex-Freundin verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der damals 29-Jährige im August 2019 die junge Spanierin in der vormals gemeinsamen Wohnung mit zahlreichen Stichen getötet hat. Als die Polizei vor der Tür stand, stürzte er sich in Suizidabsicht vom Balkon. Den Sprung aus dem fünften Stockwerk überlebte er schwer verletzt. Er sitzt seit dem Ereignis im August 2019 im Rollstuhl.

Das Gericht blieb mit seiner Strafe wegen Totschlags unter den von der Staatsanwaltschaft geforderten acht Jahren und neun Monaten Haft. Die Verteidigung hatte auf fünf Jahre ebenfalls wegen Totschlags plädiert; sie machte dabei geltend, dass der Beschuldigte zur Tatzeit unter Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden habe. Der Verurteilte kann sich nach eigenen Angaben an die Tat nicht mehr erinnern.

Die 22-Jährige, die als Au-Pair aus Spanien nach Deutschland gekommen war, wollte Sachen aus der Wohnung in Mannheim holen, wo ihr Ex-Freund sie umbrachte. Staatsanwaltschaft und der Verurteilte können noch Rechtsmittel gegen das Urteil (Az: 1 Ks 400 Js 28130/19) einlegen.