9-Euro-Ticket

Hohe Nachfrage in Regionalzügen zu touristischen Zielen

Bewährungsprobe für 9-Euro-Ticket
Reisende sitzen neben ihren Fahrrädern in einem RE Regionalexpress der Deutschen Bahn. © Philipp von Ditfurth

Stuttgart/Berlin (dpa/lsw) - Zu Beginn der Pfingstferien und nach Einführung des 9-Euro-Tickets sind nach Angaben der Deutschen Bahn Regionalzüge insbesondere zu touristischen Zielen in Baden-Württemberg «sehr stark nachgefragt». Welche Strecken am Samstag betroffen waren, konnte ein Sprecher der Bahn auf Anfrage zunächst nicht sagen. Fahrgäste sollten sich kurz vor Reiseantritt noch einmal bei den Verkehrsverbünden vor Ort oder über den DB Navigator informieren. Angesichts der hohen Auslastung könne nicht garantiert werden, dass Reisende ihre Fahrräder mitnehmen könnten, sagte der Sprecher. «Wer kann, sollte daher auf das Rad verzichten.»

Mit starkem Andrang war insbesondere am Bodensee, im Schwarzwald und in anderen Freizeitgebieten gerechnet worden. Wie der Betreiber Go-Ahead Baden-Württemberg am Samstag berichtete, ist es im eigenen Liniennetz nicht überall gelungen, Fahrgäste mitzunehmen. Die Deutsche Bahn hatte angekündigt, auch im Südwesten Kapazitäten auszuweiten.

Pfingsten herrscht in der Regel ein reger Betrieb bei der Bahn. In diesem Jahr kommt aber noch das 9-Euro-Ticket hinzu, mit dem Inhaber jeweils in den Monaten Juni, Juli und August mit dem öffentlichen Personennahverkehr durch ganz Deutschland fahren können. Das Pfingstwochenende gilt als erste Bewährungsprobe für diese Rabattaktion.

Auf den Straßen Baden-Württembergs ist es am Samstag laut Verkehrsleitzentrale ruhig gewesen. Es kam neben den «üblichen Problemstellen» zu keinen außergewöhnlichen Staus. Das Verkehrsaufkommen am Pfingstsamstag sei «für einen Ferienbeginn fast schon wenig», sagte eine Sprecherin des Verkehrsleitzentrale.

Der ADAC erwartete für den Pfingstsamstag ein etwas höheres Aufkommen auf den Straßen als in den beiden Vorjahren. Grundsätzlich aber sei der Verkehr am Freitag vor Pfingsten immer stärker. Mit insgesamt 44 Staukilometern auf den Autobahnen Baden-Württembergs sei der Samstagvormittag vergleichbar mit dem üblichen Aufkommen unter der Woche.