Baden-Württemberg

IBM will weitere Stellen in Deutschland streichen

Das Logo von IBM
Das Logo von IBM. Foto: picture alliance / Matthias Balk/dpa/Archivbild © Matthias Balk

Stuttgart/Ehningen (dpa) - Das IT-Urgestein IBM will in Deutschland nach Verdi-Angaben über 2300 Arbeitsplätze abbauen. Am Donnerstag habe die Geschäftsführung die Mitarbeiter informiert, teilte die Gewerkschaft mit. Der Konzern beschäftigt in Deutschland rund 12 000 Personen.

Die Ankündigung sei nur wenige Wochen nach der Bekanntgabe der IBM-Geschäftsleitung gekommen, dass Unternehmen aufzuspalten, hieß es weiter. Zwar solle versucht werden, diese Maßnahme durch freiwillige Angebote umzusetzen, doch es sei kaum vorstellbar, dass dies gelinge. «Sollte die Maßnahme zum Jahresende nicht erfolgreich umgesetzt sein, ist zu erwarten, dass in allen IBM-Konzerngesellschaften Kündigungen drohen.»

IBM ging darauf in einem Statement am Donnerstagabend nicht ein. «Unsere Personalentscheidungen werden getroffen, um unsere Kunden auf ihrem Weg zur Einführung einer offenen Hybrid-Cloud-Plattform und KI-Fähigkeit bestmöglich zu unterstützen», hieß es. «Außerdem investieren wir neu in unser Geschäft. Wir werden auch weiterhin signifikante Investitionen in Aus- und Weiterbildung der Kenntnisse von IBMern vornehmen, um den Anforderungen unserer Kunden besser gerecht zu werden.» Zuvor hatten auch das «Handelsblatt» und die «Wirtschaftswoche» darüber berichtet.

Der Konzern streicht seit Jahren in Deutschland Stellen. Er will sein IT-Infrastruktur-Geschäft abspalten und eigenständig an die Börse zu bringen. Der Fokus soll künftig noch stärker auf dem Cloud-Geschäft liegen. IBM befindet sich seit Jahren in einem tiefgreifenden Konzernumbau hin zu neuen, wachstumsstärkeren Geschäftsfeldern. Neben den Cloud-Services zählen dazu auch Datenanalyse und Künstliche Intelligenz (KI).