Baden-Württemberg

IG Metall: Mehr Mitsprache beim Wandel der Arbeitswelt

Roman Zitzelsberger
Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © Sebastian Gollnow

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Gewerkschaft IG Metall Baden-Württemberg hat mehr Mitsprache von Arbeitnehmern beim Wandel der Arbeitswelt angemahnt. Wenn man jetzt untätig sei, riskiere man Arbeitsplätze, Standorte und Geschäftsmodelle, sagte Bezirksleiter Roman Zitzelsberger bei der Bezirkskonferenz des IG Metall-Landesverbands am Donnerstag in Stuttgart.

Viele Firmen beschäftigen sich laut Zitzelsberger nach wie vor zu wenig mit dem Wandel der Arbeitswelt und hofften, dass ihr Geschäftsmodell weiterhin trage. Dabei habe die Corona-Pandemie die digitale und automobile Transformation weiter beschleunigt, sagte Zitzelsberger laut Mitteilung. Bei der fortschreitenden Elektrifizierung des Antriebsstrangs von Automobilen dürften Wissen und Beschäftigung zudem nicht ins Ausland abwandern, forderte der Gewerkschafter.

Einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung sieht die IG Metall in sogenannten Zukunftstarifverträgen. Mit ihnen wurden für die Metall- und Elektro-Tarifrunde 2021 bereits Rahmenregelungen vereinbart und Arbeitnehmervertreter wirken so in immer mehr Unternehmen im Südwesten an der Gestaltung künftiger Geschäftsmodelle und Arbeitsbedingungen mit, wie es von der Gewerkschaft hieß.

Zugleich sieht Zitzelsberger die Gefahr, dass künftig in der Auseinandersetzung um Stellenabbau Tarifbedingungen einseitig verschlechtert werden könnten. «Diese Angriffe konnten wir weitgehend abwehren, solche Forderungen werden uns aber weiter begleiten», sagte Zitzelsberger.

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