Baden-Württemberg

Jeder sechste neue Pkw im Südwesten ist ein Elektroauto

Ladesäule für E-Autos
Ein Elektroauto wird an einer Ladesäule geladen. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © Monika Skolimowska

Flensburg/Stuttgart (dpa/lsw) - Baden-Württemberg gehört mit Berlin und Schleswig-Holstein zu den Bundesländern mit dem größten Anteil an Elektroautos unter neu zugelassenen Pkw. Jeder sechste 2020 neu zugelassene Pkw fährt hier entweder ausschließlich mit Batterie oder er hat unter der Haube zusätzlich zum Verbrenner einen Elektromotor mit Stecker, wie aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts in Flensburg hervorgeht. Für beide Antriebsarten gibt es Kaufprämien von mehreren Tausend Euro.

Im Schleswig-Holstein und in der Bundeshauptstadt entschieden sich 16,5 Prozent der Käufer dafür. Baden-Württemberg lag mit 16,4 Prozent im Ländervergleich auf Rang drei. Vergleichsweise wenig gefruchtet haben die Kaufanreize dagegen in Sachsen-Anhalt (8,8 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (9,3 Prozent) und Hamburg (9,5 Prozent).

Elektroautos spielen eine Schlüsselrolle in der deutschen Klimapolitik. Nachdem die Nachfrage jahrelang nur schleppend zulegte, kam sie im vergangenen Jahr in Gang - mithilfe millionenschwerer Förderung. Bund und Hersteller gewähren beim Kauf eines Elektroautos Prämien von bis zu 9000 Euro, bei Plug-in-Hybriden sind es bis zu 6750 Euro. Vielerorts hatte auch die Zahl der Ladesäulen zuletzt zugenommen. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft gibt es inzwischen rund 40 000 öffentliche Stromtankstellen für E-Autos. Der Karlsruher Energieversorger EnBW engagiert sich hier stark.

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