Baden-Württemberg

Jeder Vierte traut sich nicht, Erste Hilfe zu leisten

Blick auf eine Trainingspuppe in einem Erste-Hilfe-Kurs
Blick auf eine Trainingspuppe in einem Erste-Hilfe-Kurs. Foto: Vanessa Köneke/dpa/Symbolbild © Vanessa Köneke

Stuttgart (dpa/lsw) - Sie kann Leben retten, doch leider wird oft trotzdem nicht gehandelt: Jeder vierte Baden-Württemberger traut sich nach eigenen Worten nicht, Erste Hilfe zu leisten. Fast jeder hat mal an einem Erste-Hilfe-Kurs teilgenommen - bei jedem Fünften ist das allerdings schon mehr als 20 Jahre her, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) ergab.

«Schätzungen zufolge könnten 10 000 Menschen jährlich durch Sofort-Maßnahmen in einer Notfallsituation gerettet werden», sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung in Stuttgart einer Mitteilung vom Freitag zufolge. «Wenn aber laut unserer Umfrage nicht einmal jeder Zweite genau weiß, was er bei einer Herzdruckmassage zu tun hat, ist dieser Wert schwer erreichbar.»

Wegen der Corona-Pandemie machten in den letzten Monaten nach Zahlen der Johanniter-Unfall-Hilfe nur knapp halb so viele Menschen einen Erste-Hilfe-Kurs wie im Vorjahr. Die Johanniter bieten inzwischen auch Onlinekurse an.

In Deutschland sind Menschen nicht gesetzlich verpflichtet, einen Erste-Hilfe-Kurs, den man etwa für einen Führerschein gebraucht hat, zu wiederholen. Die TK hat eine Handy-App entwickelt, mit der Menschen ihr Wissen auch von zu Hause aus auffrischen können. Die App «TK-RescueMe VR» kann man kostenlos bei Google Play oder im Apple-Store herunterladen.