Baden-Württemberg

Junge Frau kritisiert Polizei nach Einsatz in Freiburg

Polizist-Illustration
Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration © Karl-Josef Hildenbrand

Freiburg (dpa/lsw) - Eine junge Frau hat der Polizei in Freiburg unangemessenes Verhalten bei einer Ausweiskontrolle vorgeworfen. Die Beamten hätten in der Nacht zu Sonntag ohne Grund Gewalt angewendet. Sie sei geschockt, sagte die 20-Jährige in einem Video auf Instagram. Die Polizisten hätten nur normal mit ihr reden müssen, dann hätte sie ihren Ausweis gezeigt. Sie erhoffe sich eine Entschuldigung. Auf einem Videoausschnitt ist zu sehen, wie zwei Polizisten sie kontrollieren und von einem Platz in der Innenstadt führen wollten. Als sie sich loszureißen versuchte, packten die beiden Beamten sie. Auf dem Weg vom Platz ging die Frau zu Boden. Zunächst hatte der SWR berichtet.

Nach Angaben der Polizei hatten sich am Samstagabend rund 300 Personen auf einem Platz in Freiburg in kleinen Gruppen versammelt und Musik abgespielt. Acht bis zehn Leute, zu denen die junge Frau gehörte, hätten über Stunden ein lautes Alkohol-Trinkspiel veranstaltet, sagte der Leiter der Direktion Reviere im Polizeipräsidium Freiburg, Gabriel Winterer, am Dienstag.

Die Polizisten hätten die Gruppe mehrfach aufgefordert, leiser zu sein, die Corona-Abstandsregeln einzuhalten und schließlich auch Platzverweise erteilt, die nicht befolgt wurden. «Die Gruppe hat nicht kooperiert», sagte Winterer. Die Frau habe die Polizisten mehrfach aufgefordert zu gehen, so dass diese gegen 2.30 Uhr ihren Ausweis sehen wollten. Anschließend sei sie zur nahe gelegenen Wache gebracht worden. Nachdem ihre Personalien feststanden durfte die 20-Jährige wieder gehen. Winterer sagte, jeder Vorwurf werde sorgfältig geprüft.

Zuletzt hatte es in Düsseldorf und Frankfurt Polizeigewalt gegeben. Die Fälle werden untersucht.