Baden-Württemberg

Kampf gegen Blutkrebs: DKMS feiert 30-jähriges Bestehen

DKMS
Wattestäbchen zur Abnahme von Zellen aus der Wangenschleimhaut liegen auf einem Prospekt der DKMS. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © Robert Michael

Tübingen (dpa/lsw) - Drei Jahrzehnte Kampf gegen Blutkrebs: Die DKMS mit Sitz in Tübingen feiert an diesem Freitag ihr 30-jähriges Bestehen. Mit einer Online-Jubiläumsveranstaltung erinnert die gemeinnützige Organisation an die vergangenen Jahrzehnte im Einsatz für Blutkrebspatienten.

Die DKMS wurde 1991 zunächst als kleine Familieninitiative, damals noch unter dem Namen Deutsche Knochenmarkspenderdatei, gegründet. Inzwischen haben sich mehr als 10,7 Millionen Menschen für eine Knochenmarkspende registriert, und die DKMS hat 92.000 Spender vermittelt, wie eine Sprecherin mitteilte. Die DKMS setzt sich mittlerweile verstärkt dafür ein, auch Menschen in ärmeren Regionen der Welt Zugang zu den lebensrettenden Stammzellenspenden zu verschaffen. Mit einer solchen Spende kann an Blutkrebs erkrankten Menschen ein Weiterleben ermöglicht werden.

Gemeinsam mit DKMS-Gründer Peter Harf sollen bei der Jubiläumsveranstaltung Patienten, Spender und Weggefährten der Organisation zu Wort kommen. Zu den Gratulanten anlässlich des Jubiläums zählen auch Michael Mronz, der Ehemann des an Blutkrebs gestorbenen FDP-Politikers Guido Westerwelle, und der Musiker Michael Patrick Kelly.

Die DKMS engagiert sich auch in den Bereichen Medizin und Forschung, um die Heilung von Leukämie und anderen verwandten Erkrankungen des blutbildenden Systems zu verbessern. Sie ist nach eigenen Angaben mittlerweile in sieben Ländern auf fünf Kontinenten tätig. Zu ihrem Jubiläum möchte die Organisation Menschen erneut dazu aufrufen, sich als Stammzellenspender zu registrieren.

Die Organisation hatte zuvor von einem Rückgang der Registrierungen für Spenden in Zeiten der Corona-Pandemie berichtet. Inzwischen sei aber wieder das Niveau von vor Corona erreicht worden, sagte eine Sprecherin. Die Tendenz sei zudem steigend. Das gehe zu einem großen Teil auf die Möglichkeit zur Online-Registrierung zurück. Auf der Webseite der DKMS können sich potenzielle Spender registrieren und bekommen dann ein Abstrichset nach Hause geschickt. Dies werde sehr gut angenommen, so die Sprecherin. Dennoch freuten sie sich darauf, möglichst bald auch wieder persönlich mit Spendern ins Gespräch zu kommen.

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