Baden-Württemberg

Karlsruhe rutscht in Tabellenkeller ab: 3:4 gegen Darmstadt

Karlsruhes Philipp Hofmann (M) erzielt den Treffer zum 1:1
Der Karlsruher Philipp Hofmann (M) erzielt den Treffer zum 1:1. Foto: Uli Deck/dpa © Uli Deck

Karlsruhe (dpa/lsw) - Ein umstrittener Handelfmeter in der Nachspielzeit hat den kurzen Aufwärtstrend des Karlsruher SC in der 2. Fußball-Bundesliga vorerst beendet. Nach großem Kampf verlor die Mannschaft von Trainer Christian Eichner am Sonntag sehr unglücklich mit 3:4 (2:1) gegen Darmstadt 98 und rutschte wieder auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Bevor der herausragende und an allen vier Darmstädter Treffern beteiligte Tobias Kempe den Strafstoß zum glücklichen Sieg der Gäste verwandelte (90.+3), hatte Karlsruhes Christoph Kobald den Ball aus kurzer Distanz an die Hand bekommen und war zudem mit Gelb-Rot vom Platz geschickt worden.

«In der Summe war das kein gutes Fußballspiel von uns», sagte der trotz des enormen Einsatzes seiner Spieler verärgerte Eichner. «Wir hatten zu viele technische Fehler und zu viele Umschaltaktionen, die wir zu leicht weggegeben haben.» In den letzten fünf Minuten habe seine Elf «dilettantisch» verteidigt. «Wenn Du vier Gegentore in einem Heimspiel bekommst, dann wird es sehr schwer, in die Punkte zu kommen», erklärte Eichner.

Ein Doppelpack von Torjäger Philipp Hofmann (22., 81.) sowie ein verwandelter Foulelfmeter von Marvin Wanitzek (44.) reichten dem zuvor zweimal ungeschlagenen KSC vor 450 Zuschauern im Wildparkstadion nicht zum Punktgewinn. Ein weiterer früher Treffer von Kempe (9.) sowie Victor Palsson (65.) und Serdar Dursun (77.) sorgten dafür, dass die spielerisch besseren Gäste zum fünften Mal nacheinander ohne Niederlage blieben.

In der Anfangsphase war Darmstadt das etwas bessere Team, doch nach dem frühen 0:1 durch einen glücklichen Kullerball von Kempe ins Tor kämpfte sich der KSC mit großer Leidenschaft in die Partie und erspielte sich eine Reihe hochkarätiger Chancen. Kurz vor und nach der Pause verpasste Kyoung-Rok Choi zweimal knapp das 3:1.

In der Folge übernahm zunächst wieder Darmstadt das Kommando, doch Hofmann glich erneut aus. Die Partie bot auch in der Schlussphase sehr viel Unterhaltung, ein Unentschieden wäre am Ende ein gerechtes Ergebnis gewesen.