Kirche

Katholikentag rechnet mit deutlich weniger Teilnehmern

Wolken türmen sich über Kirchturm
Wolken türmen sich hinter einem Kirchturm. © Karl-Josef Hildenbrand

Stuttgart (dpa) - Der Katholikentag in Stuttgart findet Ende dieses Monats zwar in Präsenz statt, es werden aber deutlich weniger Teilnehmer erwartet als vor der Corona-Pandemie. Während beim letzten Katholikentag in Münster vor vier Jahren fast 90.000 Gläubige teilgenommen hatten, hoffen die Veranstalter diesmal auf 20.000 bis 30.000 Gäste, wie ein Sprecher des Katholikentags mitteilte.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) als Veranstalter sei für den Katholikentag in Stuttgart ursprünglich von 30.000 Präsenzgästen ausgegangen. Darauf sei das Programm vom 25. bis zum 29. Mai mit knapp 1500 Veranstaltungen - von Gottesdiensten über Podien, Workshops und anderen Formaten - ausgelegt.

Die tatsächliche Teilnehmerzahl sei aber vor allem wegen Corona schwer vorherzusagen, sagte der Sprecher. Zwei Jahre Pandemie-Erfahrung hätten den Menschen zugesetzt. Deshalb sei die Bereitschaft, sich weit im Voraus auf einen Katholikentag einzulassen, etwa frühzeitig eine Dauerkarte zu buchen, deutlich geringer als vor der Pandemie. Man hoffe aber, dass sich bei gutem Wetter viele Gläubige spontan zum Kauf einer Tageskarte entscheiden werden. «Sollte dies der Fall sein, so werden wir zusammen mit den Dauerteilnehmenden deutlich über 20.000 Präsenzgäste in Stuttgart haben», so der Sprecher. Es sei auch nicht ausgeschlossen, dass dann doch noch die Planungszahl von 30.000 Gästen erreicht werde.

Beim Katholikentag in Münster waren 2018 rund 53.000 Dauer- und 35.000 Tageskarten verkauft worden. Der Katholikentag in Mannheim verzeichnete im Jahr 2012 mit etwa 80.000 Gästen einen ähnlich großen Zuspruch. 1990 waren sogar über 120.000 Gäste zum Katholikentag nach Berlin gekommen. Damals hatte die katholische Kirche in Deutschland aber auch noch mehr Mitglieder und eine größere gesellschaftliche Bedeutung als heute.