Baden-Württemberg

Keine Entwarnung: Krebspest bedroht heimische Art

Ein junger Edelkrebs, auch Europäischer Flusskrebs genannt
Ein junger Edelkrebs (Astacus astacus), auch Europäischer Flusskrebs genannt. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild © Patrick Pleul

Freiburg (dpa/lsw) - Eine hochansteckende Tierseuche bedroht weiterhin heimische Flusskrebse im Schwarzwald. Ein Betretungsverbot des Flusses Brugga bei Freiburg wurde daher bis zum 30. Juni 2021 verlängert, wie das Regierungspräsidium Freiburg am Montag bekannt gab. Auch im vergangenen Halbjahr seien infizierte tote Krebse gefunden worden. Daher könne keine Entwarnung gegeben werden.

Noch immer ist es nicht gelungen, die sogenannte Krebspest im Fluss auszumerzen. Die mehr als 18 Kilometer lange Brugga und die meisten ihrer Seitenbäche bleiben auch für Hunde gesperrt. Für den Menschen sind die gefundenen Erreger unschädlich, sie gefährden allerdings den geschützten Dohlenkrebs. Durch die Trockenlegung von Seitenbächen ist es laut Regierungspräsidium zumindest gelungen, eine Ausbreitung auf andere Gewässer zu verhindern.

Die Brugga fließt aus dem Schwarzwald durch das Dreisamtal bei Kirchzarten nach Freiburg. Die Krebspest war in dem Fluss erstmals im März 2019 entdeckt worden.