Baden-Württemberg

Keine Lockerungen für Hotels und Restaurants in Sicht

Hotel Hotelzimmer Symbol Symbolbild
Symbolbild. © pixabay.com / StockSnap

Dass es am Montag (16.11.) keinen einheitlichen Beschluss bei der Videokonferenz zwischen den Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bezüglich einer einheitlichen Maskenpflicht für alle Schüler sowie kleinere Gruppen im Präsenzunterricht gab, wie es in einer ersten Beschlussvorlage stand, begrüßt Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Am Dienstag (17.11.) betonte er dazu, dass dies nun einmal Sache der Länder sei, darüber zu entscheiden. Beispielsweise habe Bayern bereits eine Maskenpflicht für alle Schüler eingeführt. Nach aktuellem Wissensstand würden sich Kindergartenkinder und Schüler eher bei Freizeitaktivitäten anstecken als in Schulen oder Kindertageseinrichtungen, so Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). Dies werde aber noch weiter untersucht.

Um das Infektionsgeschehen weiter zu minimieren sei es wichtig, dass auch Kinder und Jugendliche ihre Kontakte reduzieren. Zwar sei erlaubt, dass man sich mit Personen eines weiteren Haushalts trifft, es sollte aber nicht immer ein wechselnder Haushalt sein. Besser ist es, wenn man sich immer mit denselben Personen treffe, so Kretschmann. Er betonte noch einmal und appellierte an die Bürger, dass die Regeln eingehalten werden müssen. „Man muss damit rechnen, dass das, was als Appell formuliert ist, umgewandelt werden kann in neue Regeln“, so Kretschmann.

Die Einschränkungen, die von Bund und Länder Ende Oktober getroffen wurden, hätten bewirkt, dass die Zahl der Neuinfektionen nicht mehr im selben Umfang steigt. „Das konnten wir brechen", so Kretschmann. Der Zustand sei aber höchst fragil, weshalb es demnach schwierig sei Aussagen für die Zukunft zu treffen. An Lockerungen sei im Moment nicht zu denken. Gleichzeitig wollten die Ministerpräsidenten aber auch keine weiteren Einschränkungen herbeirufen. Das Gespräch zwischen Merkel und den Länderchefs diente als Zwischenbilanz. Nächste Woche folgt ein weiteres Treffen.

Ziel sei es wieder eine Inzidenz von 50 zu erreichen, „damit eine einwandfreie Nachverfolgung möglich ist“, so Kretschmann. Aktuell liege in Baden-Württemberg die Inzidenz bei 134. Dies sei auch der Grund, warum an Lockerungen für Gaststätten und Hotels ebenso wenig zu denken sei. Das Virus hält sich nicht an Pläne, so Kretschmann.