Baden-Württemberg

Kreis Schwäbisch Hall schließt alle Kindertagesstätten

Coronavirus - FFP2 Masken
ILLUSTRATION - FFP2 Masken mit CE-Zertifizierung liegen auf einem Tisch. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild © Rolf Vennenbernd

Schwäbisch Hall (dpa/lsw) - Im Landkreis Schwäbisch Hall als Region mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten werden von kommenden Montag (22. März) an alle Kindertagesstätten geschlossen. Eine entsprechende Allgemeinverfügung sei befristet bis zum 2. April erlassen worden, weil die Zahl der registrierten Neuinfektionen im Kreis pro 100 000 Einwohnern und innerhalb von sieben Tagen auf den Wert von 270,9 Fälle gestiegen sei, teilte das Landratsamt am Donnerstag mit. «Insbesondere in den letzten zwei Wochen sind die Infektionen in den Kitas deutlich angestiegen», begründete die Behörde die Entscheidung. Rund 400 der Infektionen und Folgefälle gingen auf die dortigen Ausbrüche zurück.

«Die stetig ansteigende Sieben-Tage-Inzidenz ist besorgniserregend und zwingt uns zu drastischen Schritten», sagte Landrat Gerhard Bauer. Die Kita-Schließungen seien für Familien eine hohe Belastung. «Trotzdem sind diese unerlässlich.» Im Landkreis wie auch in den Kindertagesstätten sei vermehrt die hochansteckende Virusmutation festgestellt worden, teilte die Behörde mit. «Tritt eine Mutation auf, kann nach Vorgaben des Landes die gesamte Einrichtung geschlossen werden.»

Die Notbetreuung wird laut Landratsamt auch weiterhin angeboten. Der Arbeitgeber müsse aber bestätigen, dass der Vater oder die Mutter des Kindes unabkömmlich seien.

© dpa-infocom, dpa:210318-99-878961/2