Baden-Württemberg

Kretschmann: «Großes Einvernehmen» über Lage der Autobranche

Winfried Kretschmann (Grüne)
Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild © Philipp von Ditfurth

Stuttgart (dpa) - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat ein positives Fazit des jüngsten «Autogipfels» mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gezogen. «Wir hatten großes Einvernehmen darüber, dass die Lage in der Automobilindustrie angespannt bleibt und wir deshalb alle Kräfte bündeln müssen, um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten und neue Arbeitsplätze der Zukunft zu schaffen», sagte Kretschmann am Mittwoch. Zukunftstechnologien und Weiterqualifizierung müssten massiv und gut aufeinander abgestimmt vorangetrieben werden. Deshalb sei es wichtig, dass Bund und Land das im Juni vereinbarte Zwei-Milliarden-Euro-Förderprogramm schnell gemeinsam ausrollen.

Damit sollen etwa Investitionen in neue Technologien gefördert werden. Das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet derzeit an der Umsetzung. Baden-Württemberg setzt parallel noch ein eigenes Zukunftsprogramm auf.

Schnelleres Internet im Auto, eine deutsche Vorreiterrolle beim autonomen Fahren und kundenfreundlicheres Laden von E-Fahrzeugen sind die Kernziele, die der «Autogipfel» für die angeschlagene Branche formuliert hat. Konkrete Beschlüsse gab es bei den Video-Beratungen am Dienstagabend mit Merkel, mehreren Bundesministern, den Regierungschefs der sogenannten Autoländer Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen sowie Branchenvertretern kaum.

Vor allem für die kleinen und mittleren Unternehmen werde es darum gehen, ihre Liquidität zu sichern, sagte Kretschmann und verwies auf den bereits aufgelegten Beteiligungsfonds des Landes. «Auch der Bund prüft jetzt in einer Arbeitsgruppe, ein marktwirtschaftliches Konzept zur Stärkung des Eigenkapitals zu entwickeln», sagte er. «Das begrüße ich sehr.»