Baden-Württemberg

L-Bank sieht länger schwierige Monate für die Wirtschaft

Edith Weymayr
Edith Weymayr, Chefin der L-Bank in Stuttgart. Foto: Martin Wagenhan/dpa/Archivbild © Martin Wagenhan

Karlsruhe (dpa/lsw) - Die L-Bank sieht Teile der baden-württembergischen Wirtschaft noch länger vor großen Unsicherheiten infolge der Corona-Pandemie. «Unsere Wirtschaft, der Mittelstand und die vielen kleinen Unternehmen und Solo-Selbstständigen müssen weiter mit vielfältigen Restriktionen kämpfen», sagte die Chefin des landeseigenen Förderinstituts, Edith Weymayr, am Mittwoch in Karlsruhe. Zwar habe die Beschleunigung des Infektionsgeschehens und der schleppende Impffortschritt bisher keinen entscheidenden Einfluss auf die konjunkturelle Gesamtstimmung der Unternehmen. Aber es gebe große Unterschiede zwischen einzelnen Branchen.

Weymayr sagte weiter, während sich die Lage im Einzelhandel und Dienstleistungssektor vielfach weiter zuspitze, entspanne sich die Situation im Bauhauptgewerbe und im Verarbeitenden Gewerbe. Im vergangenen Jahr zahlte das Förderinstitut insgesamt Corona-Hilfen von 2,7 Milliarden Euro an rund 270 000 Unternehmen im Land aus. Damit sei die Wirtschaft im Land stabilisiert worden.

Mit ihren Fördermitteln unterstützt die L-Bank auch Unternehmen bei Investitionen oder bei der Gründung. Insgesamt seien 2020 rund 8 400 Unternehmen Mittel zur Verfügung gestellt worden. Das Volumen des Vorjahres in Höhe von 3,1 Milliarden Euro sei wieder erreicht worden. Mit den Förderkrediten wurden demnach 325 000 Arbeitsplätze gesichert und 9 300 Stellen neu geschaffen. Aktuell stehe man vor der großen Herausforderung, gemeinsam mit dem Land dafür zu sorgen, dass der Umbau der Wirtschaft nicht an fehlenden Finanzierungen scheitere.

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