Baden-Württemberg

Land startet Pilotprojekt für Corona-Impfungen beim Hausarzt

Impfungen
Trotz der Impfungen rechnet ein Experte mit einem starken Anstieg der Infektionen bis zum April. Foto: Guido Kirchner/dpa © Guido Kirchner

Baden-Württemberg startet mit einem Pilotprojekt für erste Corona-Impfungen in Arztpraxen. Ab dem kommenden Montag soll es in fast jedem Stadt- und Landkreis eine Hausarztpraxis geben, die Corona-Impfungen anbietet, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag (04.03.) in Stuttgart bekanntgab. Das Angebot richtet sich demnach zunächst nur an über 80-Jährige aus der ersten Impfgruppe. Die Termine werden von den Praxen vereinbart, man muss nicht von sich aus nach einem Termin fragen, hieß es.

So schaffe man die Voraussetzungen für einen künftigen reibungslosen Übergang der Impfungen in die Hausarztpraxen, teilte Minister Manne Lucha (Grüne) mit. Denn die Zahl der Impfdosen dürfte nach Angaben des Landkreistages in absehbarer Zeit die Kapazitäten der Impfzentren übersteigen. Deshalb sei es genau richtig, jetzt die geordnete Ausweitung der Corona-Impfungen in den Bereich der niedergelassenen Ärzteschaft strukturiert anzugehen, teilte Hauptgeschäftsführer Alexis von Komorowski mit. Zudem sei es Hausärzten im Rahmen von Hausbesuchen auch möglich, bettlägerige Patienten zu impfen, die keine Chance hätten, ins Impfzentrum zu kommen.

Der Probebetrieb bei den Hausärzten in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg und den Kommunalen Landesverbänden soll zunächst sechs Wochen dauern. Im Bezirk eines Impfzentrums soll es maximal eine Hausarztpraxis geben, die Corona-Impfungen anbietet.