Baden-Württemberg

Land will Corona-Finanzhilfen für Unikliniken verlängern

Theresia Bauer
Theresia Bauer steht in einem Hörsaal der Universität mit ihrer Zugangskarte an einen Scanner. Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Bildarchiv © Bernd Weißbrod

Heilbronn (dpa/lsw) - Baden-Württembergs Universitätskliniken sollen vom Land wegen der anhaltenden Belastungen durch die Corona-Pandemie eine weitere Finanzspritze erhalten. Die Corona-Finanzhilfen sollen verlängert werden, wie die «Heilbronner Stimme» und der «Südkuriers» (Samstag) unter Berufung auf eine Kabinettsvorlage von Landeswissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) berichteten. Den vier Uni-Kliniken in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm würden im kommenden Jahr insgesamt mehr als 260 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt, sagte auch ein Ministeriumssprecher am Freitag. Der Ministerrat will sich am kommenden Dienstag mit dem Thema befassen. Es gilt aber als sicher, dass er zustimmt.

Ziel sei, die «Zahlungsfähigkeit und den pandemiekonformen Krankenhausbetrieb» der vier Kliniken durch die Verlängerung der Corona-Finanzhilfen sicherzustellen, zitieren die Zeitungen Wissenschaftsministerin Bauer.

Den Universitätskliniken hatte das Land bereits im Frühjahr 2020 bis zu 615 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, damit diese den laufenden Betrieb sicherstellen und in den Ausbau von Intensivkapazitäten investieren können. Zu Beginn des laufenden Jahres wurden die Finanzhilfen bereits erstmals verlängert und bis zu 283,5 Millionen Euro für das Jahr 2021 zur Verfügung gestellt. Die bis zu 260,3 Millionen Euro für 2022 sollen aus den Rücklagen für durch die Pandemie verursachte Haushaltsrisiken kommen.

Laut Zeitungen hatten die Kliniken 2020 und 2021 die Mittel nicht vollständig abgerufen. Daher steht dem Land aus den vergangenen beiden Jahren noch Geld zur Verfügung. Mit über 26000 Vollzeitbeschäftigten gehörten die Unikliniken zu den wichtigsten Arbeitgebern im Land.

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