Baden-Württemberg

Land will Kreise weiter über Schließungen entscheiden lassen

Coronavirus - Oldenburg
Eine Frau schiebt ihr Fahrrad durch die wenig belebte Fußgängerzone in Oldenburg. Angesichts stark steigender Infektionszahlen wird der Lockdown in Deutschland verlängert. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa © Hauke-Christian Dittrich

Das Land will es weiter Stadt- und Landkreisen überlassen, je nach Corona-Infektionszahlen über Lockerungen und Schließungen etwa von Geschäften zu entscheiden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch in Stuttgart aus Kreisen der grün-schwarzen Koalition. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte erwogen, die Regeln wieder landesweit durchzusetzen, dies aber wieder verworfen. Der Grünen-Politiker will am Mittwochvormittag im Landtag erläutern, wie das Land die schärfere Corona-Notbremse und den fünftägigen Oster-Lockdown umsetzen wird.

Wegen der steigenden Zahl von Infektionen im Südwesten sind derzeit kaum noch Öffnungen möglich. So liegt nach Zahlen des Landesgesundheitsamts kein Kreis mehr unter dem Schwellenwert von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in einer Woche. Das heißt zum Beispiel, dass der Einzelhandel schließen muss. Bei einer Inzidenz bis 100 kann es noch Shopping mit Terminvereinbarung geben. Über 100 ist auch dies nicht mehr möglich. Derzeit liegen im Südwesten noch 27 Kreise zwischen 50 und 100, 17 sind über der Inzidenz von 100.