Baden-Württemberg

Landesgartenschau Überlingen öffnet für Besucher

Eröffnung der Landesgartenschau
Der Schriftzug «Leben leben» ist über einem Blumenbeet der landesgartenschau angebracht. Foto: Felix Kästle/dpa © Felix Kästle

Überlingen (dpa/lsw) - Nun soll es endlich losgehen: Mit einem umfassenden Schutz- und Hygienekonzept hat sich die Landesgartenschau (LGS) in Überlingen auf die Eröffnung an diesem Freitag vorbereitet. «Dass wir jetzt öffnen können, freut uns sehr», sagte Geschäftsführer Roland Leitner am Mittwoch in Überlingen. Wegen zu hoher Inzidenz-Zahlen im Bodenseekreis hatte die bereits für 2020 geplante Schau auch in diesem Jahr zunächst verschoben werden müssen.

Damit es auch in Zeiten der Pandemie nicht zu voll wird, setzt man in Überlingen auf ein klares System: Zählampeln, Einbahnsysteme und eine Begrenzung der täglichen Besucher auf 5700 sollen verhindern, dass sich zu viele Menschen auf einmal in einem der Bereiche der Gartenschau aufhalten. Eine medizinische Maske müsse nur an Engstellen getragen werden, so Leitner.

Für die Blumenschau am Bodensee werden erstmals auch Bereiche geöffnet, die bisher nicht für die Öffentlichkeit zugänglich waren. So wurde etwa eine Kleingartensiedlung in einen Park umgewandelt, der auch nach dem Ende der Landesgartenschau für Besucher geöffnet bleiben soll.

Mit Ausnahme der Innenräume wie etwa dem Blumenhaus könnten alle Bereiche besucht werden, sagte Leitner. Auf Veranstaltungen müssen die Gäste aber vorerst verzichten. Lediglich Gottesdienste werde es von Beginn an geben, so LGS-Geschäftsführerin Edith Heppeler. Wenn möglich, sollen die ausgefallenen Veranstaltungen später nachgeholt werden.

Als weitere Sicherheitsmaßnahme müssen sich Besucher vor ihrer Anreise registrieren und einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter ist als 24 Stunden. Von der Testpflicht ausgenommen sind Geimpfte sowie Genesene, deren Covid-19-Erkrankung nicht länger als ein halbes Jahr zurückliegt.

An den Wochenenden sollen sich Besucher direkt auf einem Parkplatz umsonst testen lassen können. Zudem gebe es durchgehend die Möglichkeit, an zwei Stationen unter Anleitung Selbsttests durchzuführen, sagte Leitner. Diese könnten für fünf Euro erworben oder selbst mitgebracht werden.

Unter diesen Vorkehrungen halten die LGS-Macher die Gartenschau auch während der derzeitigen Infektionslage für machbar. Die bisherige Verschiebung hat die Gartenschau bereits viel Geld gekostet. Die Kosten durch die Verzögerungen belaufen sich laut LGS-Geschäftsführung mittlerweile auf sechs Millionen Euro. Vier Millionen Euro davon übernimmt das Land Baden-Württemberg, zwei Millionen Euro steuert die Stadt Überlingen bei.

Und ab Freitag sollen dann die Gäste Geld in die Kassen bringen. Über den Ticketkauf sind sie trotz bislang unklarer Aussichten auf Öffnung bereits ein Vorleistung gegangen. Rund 16 000 Dauerkarten und 47 000 Tagestickets für die Schau in Überlingen wurden bereits verkauft.

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