Baden-Württemberg

Lehrerverband: «Raubbau mit der Gesundheit des Personals»

Unterricht in Corona-Zeiten
Eine Mund-Nasen-Bedeckung liegt während einer Unterrichtsstunde neben einem Mäppchen und Schulbüchern auf einem Schultisch. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © Marijan Murat

Stuttgart (dpa/lsw) - Vor den am Dienstag in Baden-Württemberg beginnenden Berufsschulprüfungen fordert der Verband der Lehrerinnen und Lehrern an beruflichen Schulen (BLV) einen besseren Gesundheitsschutz für Lehrkräfte und Schüler. Die Politik müsse ihre Hausaufgaben machen, sagte der BLV-Vorsitzende Thomas Speck am Montag in Stuttgart.

Teile der Lehrkräfte seien aufgrund «explodierender Corona-Fallzahlen in Quarantäne und stehen somit für die Abwicklung der Prüfungen nicht zur Verfügung». Neben diesem personellen Engpass führten die Hygienekonzepte zusätzlich zu räumlichen Engpässen. «Und dann wird natürlich erwartet, dass ein umfassender Gesundheitsschutz für die Prüflinge stattfindet. Eine äußerst schwierige Gemengelage», sagte der BLV-Chef.

Der Preis, den Schulleitungen und Lehrkräfte dafür zu zahlen hätten, sei hoch. «So wird Raubbau mit der Gesundheit des Personals getrieben», kritisierte Speck. In einem auf Kante genähten Betrieb werde den Schulen durch die Corona-Auflagen noch ein gewaltiges Paket aufgebürdet.

Am 3. November beginnen für mehr als 30 000 Auszubildende in Baden-Württemberg die Prüfungen in der Berufsschule.