Baden-Württemberg

Lockerungen für Handel und private Treffen treten in Kraft

Mund-Nasen-Schutz auf Schlossplatz in Stuttgart
Ein Mund-Nasen-Schutz liegt auf dem Stuttgarter Schlossplatz auf dem Boden. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild © Tom Weller

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Corona-Einschränkungen in Baden-Württemberg werden am heutigen Montag teils gelockert. So dürfen sich in Kreisen mit einer Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner künftig wieder bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen, wie aus der am Wochenende veröffentlichten aktualisierten Corona-Verordnung des Landes hervorgeht. Kinder bis 14 Jahre zählen dabei nicht dazu. Paare, die nicht zusammenleben, zählen als ein Haushalt.

Auch der Handel im Südwesten soll unter Hygieneauflagen von mehreren Lockerungen profitieren. So dürfen etwa Baumärkte, die bisher nur ihren Gartenabteilungen öffnen durften, wieder ihr gesamtes Sortiment verkaufen, zudem machen Buchläden auf.

Viele andere Einzelhändler, die bisher ihre Geschäfte nicht öffnen durften, können ihren Kunden bei regionalen Inzidenzen unter der 100er-Marke nun zumindest wieder Einkäufe nach Terminvereinbarungen (Click & Meet) anbieten. Auch Museen, Galerien, Gedenkstätten sowie zoologische und botanische Gärten dürfen unter Auflagen wieder öffnen, ebenso Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios sowie Bibliotheken und Büchereien.

Weitere Öffnungen und Lockerungen sind möglich und an das Infektionsgeschehen des jeweiligen Stadt- oder Landkreises gebunden. Kreise, die schon jetzt seit fünf oder mehr Tagen unterhalb einer Inzidenz von 50 liegen, können sogar schon Anfang der Woche den gesamten Einzelhandel öffnen. Wenn das jeweilige Gesundheitsamt den Inzidenzfall ausrufe, seien Öffnungen «ab morgen» möglich, teilte das zuständige Landessozialministerium am Sonntag auf Anfrage mit.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte die Lockerungen vor allem mit der fortschreitenden Impfkampagne und dem breiteren Angebot an Schnelltests im Land begründet. Zugleich kündigte er an, bei steigenden Fallzahlen wieder streng durchgreifen zu wollen. Steigt die Inzidenz regional an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen auf über 100, werden die meisten Lockerungen zurückgenommen.

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