Baden-Württemberg

Malerei, Fotografie und Film: Ulrike Ottinger ausgezeichnet

Ulrike Ottinger
Ulrike Ottinger, Künstlerin und Regisseurin. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild © Michael Kappeler

Stuttgart (dpa/lsw) - Für ihr Lebenswerk erhält die Künstlerin Ulrike Ottinger den mit 10 000 Euro dotierten Hans-Thoma-Preis 2021. Kunststaatssekretärin Petra Olschowski (Grüne) bezeichnete die Filmemacherin, Fotografin und Malerin als eine der aktuell einflussreichsten Künstlerinnen aus Baden-Württemberg: «Der Reichtum ihres künstlerischen Wirkens ist geradezu unerschöpflich», heißt es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

In Zeiten, in denen die Kunst vor allem von männlichen Protagonisten geprägt war, sei es Ulrike Ottinger gelungen, gegen alle Konventionen einen sehr eigenständigen und bildstarken Stil zu entwickeln. Die Preisverleihung ist für 15. August in Bernau im Schwarzwald geplant. Der Hans-Thoma-Preis wird alle zwei Jahre vergeben und zeichnet das Lebenswerk von Künstlern aus, die vorrangig in Baden-Württemberg tätig oder in dem Bundesland geboren sind.

Nach Angaben des Kunstministeriums gehört er zu den bedeutendsten Auszeichnungen, die das Land im Bereich der Bildenden Kunst vergibt. Ottinger wurde 1942 in Konstanz geboren. Ihre Filme wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesfilmpreis und dem Preis der deutschen Filmkritik. Ihre Werke sind Teil der wichtigsten internationalen Filmfestivals und wurden vielfach in Retrospektiven gewürdigt, zum Beispiel im New Yorker Museum of Modern Art, in der Pariser Cinémathèque française, dem Centre Pompidou, der Biennale di Venezia und im Pariser Louvre.

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