Baden-Württemberg

Manfred Lucha: Curevac-Impfstoff nicht vor August

Das Logo des Biotech-Unternehmen Curevac ist zu sehen
Das Logo des Biotech-Unternehmen Curevac mit dem Slogan «the RNA people» steht an der Unternehmenszentrale. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © Sebastian Gollnow

Stuttgart (dpa) - Die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Tübinger Firma Curevac dauert länger als geplant. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bestätigte am Dienstag in Stuttgart, dass sich das Verfahren weiter verzögere. Zuletzt hatte es geheißen, man rechne mit einer Zulassung im Juni.

Lucha sagte, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe in der Gesundheitsministerkonferenz mitgeteilt, «dass wir nach der derzeitigen Situation leider erst realistisch im August erwarten können, dass der Curevac-Impfstoff zulassungsfähig appliziert werden kann oder zugelassen wird.» Der Grünen-Politiker erklärte, dass es bei der von Curevac durchgeführten klinischen Studie zu dem Vakzin «Komplikationen» gebe.

Zuvor hatte «Business Insider» berichtet, dass Spahn in der Konferenz berichtet habe, dass die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) «nicht vor August» mit einer Zulassung des Curevac-Mittels rechne. Bei der Studie gebe es noch nicht genug Teilnehmer. Noch Ende Mai hatte es demnach in internen Lieferprognosen der Bundesregierung geheißen, dass bis Ende Juni 1,4 Millionen Dosen von Curevac kommen, bis Ende September 9,4 Millionen und im letzten Quartal 28,9 Millionen.

In den aktuellen Plänen zur Belieferung von Ärzten und Impfzentren im Juni ist kein Impfstoff von Curevac einkalkuliert worden. An die Praxen sollen in der nächsten Woche insgesamt rund drei Millionen Dosen von Biontech, Astrazeneca und Johnson & Johnson gehen, wie aus einer vom Bundesgesundheitsministerium veröffentlichten Übersicht mit Stand von Montag hervorgeht. Das ist etwas weniger als in dieser Woche mit 3,4 Millionen Dosen. Die in dieser Woche mit 702 000 Dosen in die Impfungen eingestiegenen Betriebsärzte sollen demnach in der kommenden Woche 602 550 Dosen des Präparats von Biontech bekommen.

© dpa-infocom, dpa:210608-99-909754/5