Baden-Württemberg

Mann gibt Schüsse auf Disco-Türsteher in Donaueschingen zu

Statue der Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © Arne Dedert

Konstanz/Donaueschingen (dpa/lsw) - Ein Angeklagter hat zugegeben, auf den Türsteher einer Disco in Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) geschossen zu haben. Wie ein Gerichtssprecher mitteilte, ließ der 25-Jährige zum Prozessauftakt am Dienstag am Landgericht Konstanz durch seinen Verteidiger erklären, er habe den Türsteher nur fernhalten, aber nicht töten wollen. Dieser habe sich sehr aggressiv verhalten. Er habe Angst und den Eindruck gehabt, dass der Türsteher ihn angreifen wolle.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 25-Jährigen unter anderem versuchten Totschlag vor. Bei dem Angriff im Dezember 2017 war der Türsteher mit einer Pistole aus kurzer Distanz niedergeschossen worden, er überlebte laut Anklage nur durch eine Notoperation.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der Schütze nach der Tat nach Albanien entkommen. Dort wurde er im Mai 2019 festgenommen und im Februar 2021 nach Deutschland ausgeliefert. Für den Prozess am Landgericht Konstanz sind laut einem Gerichtssprecher zunächst bis Mitte September drei weitere Verhandlungstage angesetzt.

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