Baden-Württemberg

Mann nach Insolvenzverschleppung in Pforzheim festgenommen

Ein Schild mit dem Schriftzug "Polizei" an einer Polizeiwache
Ein Schild mit dem Schriftzug "Polizei" hängt an einer Polizeiwache. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © Stefan Sauer

Stuttgart (dpa/lsw) - Nach längerer Fahndung hat die Polizei im Raum Pforzheim einen 68 Jahre alten Mann festgenommen, der die Insolvenz einer Unternehmensgruppe aus der Solarbranche verschleppt haben soll. Der frühere Geschäftsführer soll zwischen 2013 bis 2016 unter anderem 25 verschiedene Namen genutzt haben, um die Straftaten zu begehen, wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Donnerstag mitteilte.

Durch mehrfache Umfirmierungen und Sitzverlegungen innerhalb Deutschlands sollen sich die Firmen dem Zugriff der Gläubiger entzogen haben. Der Schaden soll mindestens drei Millionen Euro betragen. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei dem Mann um einen so genannten Firmenbestatter handelt. Die Festnahme des Mannes erfolgte am 3. März. Einen Tag zuvor soll der Mann in Bayern Fahrerflucht begangen haben. Er tauchte danach im Raum Pforzheim unter. Er befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Bereits seit November 2020 befindet sich ein weiterer, mutmaßlich in den Fall verwickelter früherer Geschäftsführer in Untersuchungshaft. Der Prozess gegen ihn vor dem Landgericht Stuttgart beginnt am 17. März.

© dpa-infocom, dpa:210311-99-782113/2