Baden-Württemberg

Mann wegen Ermordung seiner Nachbarin vor Gericht

Eine Figur der blinden Justitia an der Fassade eines Gerichts
Eine Figur der blinden Justitia an der Fassade eines Gerichts. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild © Christoph Soeder

Tübingen (dpa/lsw) - Weil er seine Nachbarin erwürgt haben soll, steht ein 44 Jahre alter Mann vom heutigen Freitag (9.00 Uhr) an vor dem Landgericht Tübingen. Dem Angeklagten aus Rottenburg am Neckar wird vorgeworfen, die 66-Jährige im Januar ausgeraubt und sie dann umgebracht zu haben, um die Tat zu vertuschen. Der Tscheche lebte demnach in einer anderen Wohnung im selben Haus als Betreuer einer pflegebedürftigen Seniorin.

Am Abend des 7. Januar 2021 soll der Mann in die Wohnung der 66 Jahre alten Frau gegangen sein, um diese zu bestehlen. Dann soll er auf die Frau eingeschlagen und sie gewürgt haben. Er stahl dann nach Überzeugung der Anklagebehörde Bargeld, ein Mobiltelefon, eine EC-Karte und weitere Wertgegenstände. Vermutlich in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages soll der Mann die 66-Jährige erwürgt haben, um eine spätere Anzeige durch sie zu verhindern.

Die 66-Jährige wurde den Angaben zufolge am 8. Januar tot in ihrer Wohnung gefunden. Die Polizei nahm den Nachbarn noch am selben Tag unter dringendem Tatverdacht fest, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage anberaumt. (Az. 5 Ks 32 Js 578/21)

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