Baden-Württemberg

Mehr Drogentote im Land: Vor allem Heroin weit verbreitet

Thomas Strobl (CDU)
Thomas Strobl (CDU), Minister für Inneres von Baden-Württemberg, spricht. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © Sebastian Gollnow

Stuttgart (dpa/lsw) - Im vergangenen Jahr sind in Baden-Württemberg mehr Menschen durch Drogen ums Leben gekommen als im Jahr zuvor. Nach Angaben des Innenministeriums von Montag zählten die Ermittler und Behörden 158 Drogentote, darunter 26 Frauen, das sind insgesamt 13 Menschen mehr als im Jahr 2019. «Illegale Drogen zu nehmen, das steht oft am Ende einer langen Geschichte und hat oft sehr schwere Konsequenzen», sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Montag dazu. Für Aufsehen hatte vor allem der Tod eines 13-Jährigen gesorgt, der im November nach dem Konsum einer Ecstasy-Tablette in Tübingen gestorben war. Die Tablette hatten Jugendliche im Darknet gekauft und weitergegeben.

Häufigste Ursache für den tödlichen Drogenkonsum bleibt Heroin. «Das aus Schlafmohn hergestellte Opioid zählt aufgrund der immensen psychischen Wirkung zu den Substanzen mit dem höchsten Abhängigkeitspotenzial überhaupt», teilte das Ministerium mit. In 17 Fällen war eine Überdosis Heroin Grund für den Tod eines Menschen im Südwesten, 25 starben durch einen gefährlichen Mischkonsum von Heroin mit anderen Drogen, mit Medikamenten oder Alkohol.

© dpa-infocom, dpa:210322-99-925193/2