Baden-Württemberg

Menschen tauschen im Bürgerforum Ideen zur Pandemie aus

Gisela Erler
Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung (Grüne), spricht. Foto: Marijan Murat/dpa © Marijan Murat

Stuttgart (dpa/lsw) - Am ersten Tag des harten Corona-Lockdowns ist auch erstmals das neue Forum zusammengekommen, das sich für mehr Bürgerbeteiligung während der Pandemie einsetzen soll. Rund 50 zufällig ausgewählte Menschen aus fast allen Landkreisen wollen sich künftig über eine Videokonferenz monatlich zusammenschalten, um Ideen auszutauschen und über ihre Sorgen zu sprechen. Auch Gegner der Corona-Einschränkungen sollen in dem Gremium zu Wort kommen, sagte die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Gisela Erler (Grüne), beim ersten Gespräch des Forums am Mittwoch. Geplant sei auch, Experten und Politiker einzubinden.

Anders als bei Umfragen diskutierten die Teilnehmer in einem Forum, sagte Erler, sie bildeten sich Meinungen und änderten ihre eigene mitunter auch. «Das ist eine Qualität, die haben wir sonst nie», sagte die Staatsrätin. Ähnliche Foren hat es in Baden-Württemberg bereits zu Themen wie der Altersversorgung der Abgeordneten und zuletzt zur Sanierung der Württembergischen Staatstheater in Stuttgart gegeben. «Man muss ja nicht umsetzen, was von den Bürgern kommt», sagte Erler. «Aber man muss erklären, wenn man es nicht tut.»