Baden-Württemberg

Metall-Tarifparteien verhandeln über Einigung

Das Logo der IG Metall
Das Logo der IG Metall. Foto: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild © Daniel Karmann

Stuttgart (dpa/lsw) - Mit dem Abschluss in Nordrhein-Westfalen im Rücken wollen Arbeitgeber und Gewerkschaft nun auch im Südwesten die Metall-Tarifverhandlungen zu Ende bringen. Nach der Rückkehr aus Düsseldorf trafen sich die Spitzen von IG Metall Baden-Württemberg und Südwestmetall am Dienstagmittag, um über eine Übernahme der Einigung zu verhandeln.

In NRW hatten die Parteien in der vergangenen Nacht einen Tarifvertrag vereinbart, der unter anderem Arbeitszeitverkürzungen gegen einen teilweisen Lohnausgleich möglich macht. Die Vereinbarung sieht neben einer Corona-Prämie von 500 Euro in diesem Jahr dauerhafte Sonderzahlungen ab 2022 vor, die in Betrieben mit Beschäftigungsproblemen für einen finanziellen Ausgleich bei einer Senkung der Arbeitszeit verwendet werden können.

Wie schnell sich IG Metall und Südwestmetall einigen können, ist offen. Das kommt unter anderem darauf an, wie rasch sich die für Baden-Württemberg spezifischen Knackpunkte abarbeiten lassen. Eine Expertengruppe hat dazu in den vergangenen Tagen aber schon einiges an Vorarbeit geleistet. Beide Seiten lobten die in NRW erzielten Vereinbarungen und zeigten sich zum Auftakt ihrer Gespräche zuversichtlich. «Wir haben keinen Einigungszwang, aber einen sehr ernsthaften Einigungswillen», sagte IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger.

Es wäre gut, wenn man nicht noch einmal die ganze Nacht brauche, sagte Südwestmetall-Chef Wilfried Porth, der genau wie Zitzelsberger an der Einigung beteiligt war. «Aber wenn wir die Nacht brauchen, haben wir auch für die Nacht Zeit», sagte er.

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