Baden-Württemberg

Ministerin: Wirtschaft kommt gut aus der Krise

Nicole Hoffmeister-Kraut
Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild © Christoph Schmidt

Stuttgart (dpa/lsw) - Die baden-württembergische Wirtschaft wird nach Überzeugung von Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) im laufenden Jahr besser aus der Krise kommen als der bundesweite Durchschnitt. Mit einem Wachstum zwischen 3,5 und vier Prozent für das Gesamtjahr werde allerdings noch nicht das Niveau vor der Corona-Pandemie erreicht, sagte die Wirtschaftsministerin am Mittwoch in Stuttgart.

Das erste Halbjahr sei in den meisten Branchen sehr gut verlaufen. Aufgrund der Lieferschwierigkeiten in der Mikroelektronik und bei Baumaterial sowie der steigenden Rohstoffpreise sei noch ungewiss, wie die zweite Jahreshälfte sich gestalte. Bei Holz etwa sei eine Entspannung zu verzeichnen, weil die Kapazitäten wieder hochgefahren würden. «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» hatten zuvor darüber berichtet.

«Heilbronner Stimme» und «Südkurier» verwiesen auf das Institut für Weltwirtschaft (IfW), dessen Konjunkturprognose 2021 nur noch von einem Wachstum von im Bundesschnitt 2,6 Prozent ausgeht. Auch das Ifo-Institut prognostiziert lediglich 2,5 Prozent.

Aber der Aufschwung sei keineswegs ein Selbstläufer, betonte Hoffmeister-Kraut. «Die aktuelle Abschwächung zum Jahresende zeigt, dass es weiterhin politischen Rückenwind auf allen Ebenen braucht.« Dafür sei es etwa wichtig, dass Investitionen in die Digitalisierung und den Klimaschutz mit höheren Abschreibungen steuermindernd geltend gemacht werden können.

Baden-Württemberg sei von einer Insolvenzwelle verschont geblieben - auch nach dem Inkrafttreten wieder verschärfter Regelungen. Nach den neuesten Zahlen von Mai und Juni sei die Zahl der Insolvenzen sogar 15 Prozent geringer als ein Jahr davor. Ohne die umfangreichen staatlichen Unterstützungsprogramme wären ganze Branchen weggebrochen. Sorgen bereite ihr aber die rückläufige Zahl von Geschäftsreisen. Sie sagte den Stuttgarter Blättern: «Da ist bisher nicht abschätzbar, wann das Vorkrisenniveau wieder erreicht wird.«

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