Baden-Württemberg

Ministerium: Land holt auf beim Impfen mit Astrazeneca

Astrazeneca-Impfstoff
Eine Krankenschwester injiziert den AstraZeneca-Impfstoff bei einem Patienten. Foto: Clara Margais/dpa © Clara Margais

Stuttgart (dpa/lsw) - In Baden-Württemberg kommt nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr und mehr Impfstoff des Herstellers Astrazeneca zum Einsatz. «Wir haben einen deutlichen Sprung gemacht», sagte ein Sprecher am Montag. Die Nachfrage nach Terminen sei sehr hoch, es gebe wenig Vorbehalte etwa bei Lehrern und Erziehern, teilte das Ministerium mit. «Zeitweise ist an der Hotline deshalb kein Durchkommen, weil viele Menschen es gleichzeitig probieren», betonte der Sprecher. «In diesem Fall bitten wir darum, Geduld zu haben und es später oder in den kommenden Tagen noch einmal zu probieren.»

Dennoch lagert weiterhin sehr viel Astrazeneca-Impfstoff im Kühlschrank. Das Land habe bis vergangene Woche 278 400 Dosen erhalten, bislang wurden statistisch erst 45 933 Erstimpfungen verzeichnet. Man gehe aber davon aus, dass noch nicht alles in der Statistik auftauche, weil die Impfungen in den Krankenhäusern, die statistische Erfassung aber in den jeweiligen Impfzentren stattfinde, hieß es aus dem Ministerium. Pro Tag würden derzeit rund 7000 Erstimpfungen mit Astrazeneca im Land durchgeführt. Diese Woche erwartet das Land weitere 178 800 Impfdosen des Herstellers.

«Wir gehen davon aus, dass die Menge schnell reduziert wird.» Mittlerweile seien mehr als eine Million Menschen im Land zusätzlich impfberechtigt, darunter Lehrer, Erzieher, Menschen mit Vorerkrankungen. Sobald die Nachfrage nachlasse, werde der nächste Öffnungsschritt beim Impfen folgen. Man liege in absoluten Zahlen nun an dritter Stelle bundesweit, was die Verimpfung von Astrazeneca angehe, sagte ein Regierungssprecher.

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