Baden-Württemberg

Minister: Landwirte müssen mit Risiken professionell umgehen

Landwirtschaftsminister Peter Hauk
Peter Hauk (CDU), Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, spricht. Foto: Sebastian Gollnow/dpa © Sebastian Gollnow

Stuttgart (dpa/lsw) - Bauern müssen nach Ansicht von Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) mit den Risiken extremer Wetterereignisse professionell umgehen. «Für so ein Risikomanagement ist es erforderlich, neben technischen Maßnahmen wie Forstschutzberegnung oder Hagelnetze, auch die finanzielle Absicherung im Krisenfall voranzubringen», betonte Hauk in Stuttgart. Staatlich gestützte Versicherungslösungen seien eine besonders geeignete Maßnahme, Risiken abzumildern.

Als Beispiel nannte er das Pilotprojekt «Ertragsversicherung Obst- und Weinbau», bei dem das Land bis zur Hälfte der Kosten für die Versicherung beisteuert. Im zweiten Jahr des Programms nehmen über 1600 Obst- und Weinbaubetriebe mit einer Fläche von rund 15 800 Hektar am Förderverfahren teil. «Landwirte sind bereit, Verantwortung für die betriebliche Risikovorsorge zu übernehmen», sagte Hauk und fügte hinzu: «Aufgabe der den Klimawandel verursachenden Gesellschaft ist es, sie dabei zu unterstützen.»

Nach einer ersten groben Einschätzung des Ministeriums kam es durch die Unwetter der vergangenen Tage bei der Landwirtschaft punktuell und regional zu Schäden. Betroffen sind demnach vor allem das Albvorland, das Neckarland und das Markgräflerland. Es gibt Schäden im Obst- und Weinbau, im Ackerbau und mitunter auch im Grünland. In den Wäldern hinterließ die Unwetterfront nur vereinzelt und lokal nennenswerte Schäden wie Entlaubung, Rindenverletzungen, Hagelschäden. Betroffen davon sind vor allem der mittlere und der südliche Landesteil.

Mancherorts haben die heftigen Niederschläge Waldwege beschädigt. In den nächsten Tagen und Wochen werden deshalb und wegen der Aufräumarbeiten in den Wäldern Wege gesperrt. Spaziergänger sollten besonders vorsichtig sein.

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