Baden-Württemberg

Mordversuch mit Hammer: Ehemann gesteht vor Gericht

Vor einem Gerichtsgebäude steht u.a. eine Statue der Justitia
Vor einem Gerichtsgebäude steht u.a. eine Statue der Justitia. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild © Stefan Puchner

Ravensburg (dpa/lsw) - Ein 63-Jähriger hat vor dem Landgericht Ravensburg gestanden, aus Eifersucht mit einem Hammer auf den Kopf seiner Ehefrau eingeschlagen zu haben. «Als sie am Boden lag, habe ich erst gemerkt, was ich gemacht habe», sagte er beim Prozessauftakt am Dienstag. Er habe seine Ehefrau nach der Attacke in der Küche des gemeinsamen Hauses in Meckenbeuren-Brochenzell (Bodenseekreis) ins Bett gelegt und zugedeckt. Danach habe er versucht, sich das Leben zu nehmen. Er könne sich nicht mehr an alles erinnern.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Österreicher unter anderem versuchten Mord vor. Im Mai dieses Jahres soll er mit einem Fleischerhammer heimtückisch 15 Mal auf seine Frau eingeschlagen und sie lebensgefährlich verletzt haben. Der Angeklagte dagegen behauptet, es sei ein Schlosserhammer gewesen. Einen Tag davor soll er sie gewürgt haben.

Das Ehepaar hatte sich 1989 in Vorarlberg kennengelernt und knapp zwei Jahre später geheiratet. Zusammen haben sie zwei erwachsene Söhne, eine Tochter brachte die Frau mit in die Ehe. Die Frau hatte sich trennen wollen.

In der Beziehung habe es seit Jahresbeginn gekriselt, sagte der Angeklagte. Laut Handyauswertung soll der Mann nach der Tat im Internet eine Pornoseite besucht haben. Dies bestritt der Angeklagte jedoch. Für den Prozess sind noch fünf Verhandlungstage bis Mitte Dezember angesetzt.