Baden-Württemberg

Musterkläger für Porsche-SE-Verfahren in Stuttgart bestimmt

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Copyright: pixabay.com/Decker & Böse Rechtsanwaltsgesel/obs/Symbolbild © Copyright: pixabay.com

Stuttgart (dpa) - Das Musterverfahren um die Schadenersatzklagen von Aktionären der VW-Holding Porsche SE in Stuttgart rückt einen weiteren Schritt näher. Zum sogenannten Musterkläger wurde ein britischer Investor bestimmt, wie das Oberlandesgericht Stuttgart am Montag mitteilte. Der Pensionsfonds der Stadt Wolverhampton steht hinter einem großen Teil der für das Verfahren relevanten Ansprüche, was der ausschlagebende Punkt für die Entscheidung war. Mit dem Beginn der mündlichen Verhandlung sei aufgrund diverser Fristen für Stellungnahmen allerdings nicht vor kommendem Frühjahr zu rechnen.

Die Kläger sind der Ansicht, dass die Porsche SE (PSE), die Hauptaktionärin von VW ist, sie zu spät über die finanziellen Folgen des Dieselskandals informiert habe. Die PSE weist den Vorwurf, ebenso wie Volkswagen selbst, zurück.

Das Oberlandesgericht Stuttgart hatte die Eröffnung eines eigenen Musterverfahrens zunächst abgelehnt und auf einen schon laufenden Prozess gegen VW und die PSE in Braunschweig verwiesen. Der Bundesgerichtshof entschied jedoch, dass auch in Stuttgart ein Verfahren geführt werden muss. Die Entscheidung hatte die Frankfurter Kanzlei Nieding+Barth erstritten, die Wolverhampton vertritt.