Baden-Württemberg

Nächste Woche Warnstreiks im öffentlichen Dienst im Südwesten

Warnstreik
Die Zeiger stehen auf fünf vor zwölf: Die Gewerkschaften fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Foto: Fabian Sommer/dpa © Fabian Sommer

Von der Kita bis zum Krankenhaus - auch auf die Menschen im Südwesten kommen neue Warnstreiks im öffentlichen Dienst zu. Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Sonntag mitteilte, werde man ab nächster Woche zu ersten Warnstreiks aufrufen und diese rechtzeitig vorher bekanntgeben.

«Die Arbeitgeber wollten diese Tarifrunde unbedingt mitten in diesem schweren Corona-Herbst austragen. Weil sie glauben, dass sich die Beschäftigten nicht trauen werden, jetzt für ihre Interessen einzutreten. Deshalb werden wir ihnen ab der kommenden Wochen mit jedem Tag deutlicher signalisieren, dass sie den Ernst der Lage verkennen», sagte Landesbezirksleiter Martin Gross am Sonntag. «Und dabei übrigens auf die Bevölkerung mehr Rücksicht nehmen, als die Arbeitgeber heute auf ihre Beschäftigten.»

Im öffentlichen Dienst arbeiten unter anderem Erzieherinnen, Busfahrer, Angestellte von Bädern, Feuerwehrleute, Krankenschwestern, Verwaltungsangestellte, Altenpflegerinnen, Klärwerksmitarbeiter, Förster oder Ärzte.

Die Gewerkschaften fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.