Baden-Württemberg

Nach Skandalen in Schlachthöfen: Hauk will TÜV für Betäubungsanlagen

Schlachthof Biberach
Im Schlachthof Biberach werden Rinder ausgeladen. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild © Stefan Puchner

Ravensburg (dpa/lsw) - Agrarminister Peter Hauk (CDU) will laut einem Medienbericht Betäubungsanlagen in Schlachthöfen von einer Art TÜV überprüfen lassen. Am Dienstag soll sich das grün-schwarze Kabinett mit einer Bundesratsinitiative befassen, die Hauk auf den Weg bringen will, wie ein Sprecher des Ministers der «Schwäbischen Zeitung» (Dienstag) sagte. Die Vorlage der Initiative im Bundesrat sei für den 12. Februar geplant.

Ein solches Prüf- und Zulassungsverfahren habe der Bund bisher nicht eingeführt, erklärte der Sprecher. Nun wollte sich Baden-Württemberg im Rahmen einer Bundesratsinitiative dafür stark machen.

Der Minister war nach der Veröffentlichung von Videoaufnahmen aus dem Schlachthof Biberach unter Druck geraten. Die Aufnahmen von Tierrechtsaktivisten zeigen unter anderem, wie das Töten von Rindern durch fehlerhafte Bolzenschussgeräte für die Tiere qualvoll in die Länge gezogen wurde. Anfang 2018 war bereits ein Schlachthof in Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis) wegen Tierschutzverstößen geschlossen worden, im September 2019 traf es einen Betrieb in Gärtringen.

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