Baden-Württemberg

Nach Unfall mit Kretschmann-Kolonne auf der A 81: Einjähriges Kind gestorben

Die Blaulichter sind auf den Dächern von Polizeifahrzeugen an
Die Blaulichter sind auf den Dächern von Polizeifahrzeugen zu sehen. Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild © Carsten Rehder

Heilbronn (dpa/lsw) - Nach dem Zusammenstoß eines Autos mit einem Begleitfahrzeug von Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) ist ein einjähriges Mädchen gestorben. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Nähere Angaben wurden nicht gemacht.

Der Ministerpräsident reagierte bestürzt: «Wir wussten um die kritische Situation, in der sich das kleine Mädchen befand.» Mit jedem Tag, an dem es am Leben geblieben sei, sei die Hoffnung ein wenig gewachsen, dass das Kind es schaffen würde. «Ich bin voller Trauer», teilte Kretschmann mit. Seine Gedanken seien bei den Eltern, denen nun das Schlimmste widerfahren sei, was einer Mutter und einem Vater passieren könne: der Tod des eigenen Kindes.

Der Unfall auf der nassen Autobahn 81 nördlich von Heilbronn beschäftigt auch die Justiz. Wegen der lebensgefährlichen Verletzungen des Kleinkinds bei der Kollision eines Privatwagens mit Kretschmanns Fahrzeugkolonne hat die Staatsanwaltschaft Heilbronn Ermittlungen aufgenommen. Es bestehe der Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung gegen einen 33-Jährigen, der den Unfall verursacht haben soll, hatte ein Behördensprecher am Freitag erklärt.

Der Mann, in dessen Auto das Mädchen saß, war am vergangenen Montagabend in ein am Fahrbahnrand stehendes Begleitfahrzeug des Dienstwagens von Kretschmann gekracht. Der Regierungschef war mit seinem Tross auf der Autobahn unterwegs, als sein Dienstwagen auf regennasser Straße ins Schleudern geriet, gegen eine Leitplanke prallte und auf dem Seitenstreifen zum Stehen kam. Wenig später krachte das Auto mit drei Insassen in das Begleitfahrzeug. Dabei kam nicht nur die Einjährige zu Schaden. Der Mann, der Vater des Kindes, wurde schwer, eine 29 Jahre alte Frau auf dem Beifahrersitz wurde leicht verletzt. Der Regierungschef blieb unversehrt.