Baden-Württemberg

Neuer Aufsichtsratschef bei der Carl Zeiss Meditec AG

Carl Zeiss Meditec
Das Gebäude der Carl Zeiss Meditec AG. Foto: Bodo Schackow/zb/dpa © Bodo Schackow

Jena (dpa/th) - Wechsel an der Aufsichtsratsspitze des Jenaer MDax-Unternehmens Carl Zeiss Meditec AG: Das Amt übernahm am Donnerstag nach einer digitalen Aktionärsversammlung der Vorstandsvorsitzende des baden-württembergischen Optik- und Elektronik-Konzerns Carl Zeiss AG, Karl Lamprecht. Carl Zeiss mit Hauptsitz in Oberkochen ist mit etwa 59 Prozent der Anteile Hauptaktionär an dem Thüringer Spezialisten für Ausrüstungen zur Diagnose und Behandlung von Augenerkrankungen.

Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende und frühere Zeiss-Chef Michael Kaschke, der sich stark für die Profilierung des Thüringer Standorts eingesetzt hat, trat für das Aufsichtsgremium nicht erneut an. Zeiss Meditec habe sich in den vergangenen Jahren zum «mit Abstand wertvollsten börsennotierten Unternehmen in Ostdeutschland» und zum drittgrößten Medizintechnik-Konzern in Deutschland entwickelt, sagte Kaschke.

Mit fast 100 Prozent Zustimmung beschlossen wurde die Dividende für das im September 2020 abgeschlossen Geschäftsjahr. Sie sank auf 0,50 Euro pro Aktie nach 0,65 Euro im vorangegangenen Geschäftsjahr. Damit werden nach Unternehmensangaben rund 45 Millionen Euro an die Anteilseigner ausgeschüttet.

Weniger Operationen und Augenbehandlungen während der Corona-Pandemie hatten Umsatz und Ertrag beeinflusst, wie aus der Bilanz hervorgeht, die Vorstandschef Ludwin Monz den Aktionären vorlegte. Der Jahresumsatz sank um 8,5 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Konzernergebnis von 123,4 Millionen Euro. Das waren 23,2 Prozent weniger als im Geschäftsjahr davor. Monz erwartet, dass das Unternehmen seine bereits jetzt starke Marktposition in der Augenheilkunde weiter ausbauen kann. Darauf deuteten die Ergebnisse des zweiten Quartals.

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