Baden-Württemberg

Neuer LKA-Chef legt Fokus auf Terrorbekämpfung

Andreas Stenger
Andreas Stenger steht vor dem Mannheimer Schloss. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild © Uwe Anspach

Pforzheim (dpa/lsw) - Politisch motivierte Kriminalität ist nach Angaben des neuen Präsidenten im Landeskriminalamt (LKA) ungebrochen eine große Herausforderung. «Wir müssen alles tun, um ein terroristisches Anschlagsszenario zu verhindern», sagte Andreas Stenger der «Pforzheimer Zeitung» (Samstag). «Gefährliche Personen - egal ob islamistische Terroristen, rechtsextremistische Bruderschaften und Netzwerke oder linksextremistische Terroristen - müssen wir in einem guten Gefährdermanagement verfolgen, um einen Anschlag zu verhindern.» Stenger ist seit Anfang Mai im Amt.

Die Herausforderungen der Ermittler entwickeln sich immer anders, gerade mit Blick auf deren Schwerpunkte, sagte er. «Ein aktuelles Beispiel dafür sind diese unerträglichen Begleiterscheinungen beim Thema Antisemitismus - also das propalästinensische Demonstrationsgeschehen in den vergangenen Tagen als Folge des Nahost-Konflikts.» Daran sehe man, wie Herausforderungen in einer globalisierten Welt «herüberschwappen». Weiteres Thema sei wachsende Cyberkriminalität, so Stenger. «Mit der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft steigen die Gefahren - während wir ansonsten in der polizeilichen Kriminalstatistik eine sehr gute Entwicklung haben.»

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