Baden-Württemberg

Panne bei Premierenfahrt auf neuer Zugstrecke

Gleise sind vor einem Hauptbahnhof zu sehen
Gleise sind vor einem Hauptbahnhof zu sehen. Foto: Hendrik Schmidt/zb/dpa/Symbolbild © Hendrik Schmidt

München (dpa/lby) - Die Premierenfahrt des ersten Zuges auf der neu elektrifizierten Strecke zwischen Lindau und München ist am Sonntag in einer großen Panne geendet. Der aus Zürich kommende Fernzug der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) wurde bei Hergatz im bayerisch-schwäbischen Landkreis Lindau auf ein falsches Gleis ohne Oberleitung geleitet und steckte dann dort fest, wie ein Bahnsprecher schilderte.

Der Fernzug sei noch bis zum Bahnhof Hergatz gerollt, so dass die Fahrgäste dort hätten aussteigen können. Sie mussten auf Regionalzüge umsteigen. Der erste Gegenzug auf der neuen Strecke, der von München nach Zürich fuhr, sei planmäßig am Ziel eingetroffen.

Der Fernverkehr auf der betroffenen Strecke musste nach der Panne für mehrere Stunden in beide Richtungen eingestellt werden, weil die Oberleitung beschädigt war und repariert werden musste. Gegen 15 Uhr konnte die Bahnstrecke nach Angaben eines Sprechers wieder freigegeben werden. Der fehlgeleitete Fernzug wurde abgeschleppt.

Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag sollten die Metropolen München und Zürich schneller verbunden werden. 500 Millionen Euro hat der elektrische Ausbau der weitgehend eingleisigen Strecke zwischen Geltendorf und Lindau nach Angaben der Deutschen Bahn gekostet. 3650 Masten wurden aufgestellt, auf 155 Kilometern Länge Oberleitungen gespannt, Lärmschutzwände gebaut und Kurven für die Neigetechnik der Schweizer Züge ertüchtigt.