Baden-Württemberg

Pauken in den Schulferien soll Lernlücken schließen

Kultusministerin Theresa Schopper
Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper spricht in Stuttgart. Foto: Bernd Weißbrod/dpa/archivbild © Bernd Weissbrod

Stuttgart (dpa/lsw) - Ab in den Urlaub - das gilt in der Coronakrise nicht für alle der knapp 1,5 Millionen Schüler im Südwesten. Die Pandemie hat Lernlücken hinterlassen, die durch Förderprogramme geschlossen werden sollen. Nach dem letzten Schultag vor den Ferien an diesem Mittwoch können Schüler wie im vergangenen Jahr «Lernbrücken» für die Kernfächer Mathematik, Deutsch und Fremdsprache nutzen.

Es sind vier Unterrichtsstunden am Tag vorgesehen. Die Ziele: Stoff aufholen und an Lernschwierigkeiten arbeiten. In diesem Jahr soll der sozial-emotionale Bereich besonders gefördert werden. Das Ministerium geht davon aus, dass ähnlich viele Schülerinnen und Schüler von den «Lernbrücken» profitieren wie in den Sommerferien 2020. Damals hatten rund 6500 Lehrkräfte an etwa 1900 Standorten 61.000 Schüler unterstützt.

Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) betont: «Im neuen Schuljahr ist mir besonders wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler auch eine Phase des Ankommens haben, in der auch außerunterrichtliche Angebote wie zum Beispiel Ausflüge oder Wandertage stattfinden.» Die Pandemie habe das soziale Miteinander in den Schulen unterbunden. Ein Schwerpunkt des nach den Ferien beginnenden Programms «Rückenwind» sei ebenfalls die sozial-emotionale Förderung. Für einen problemlosen Start in das Schuljahr 21/22 sollen auch Sommerschulen an 81 Standorten im Land sorgen.

In den ersten beiden Wochen nach den Schulferien wird es eine Maskenpflicht geben, um Infektionen durch Reiserückkehrer zu verhindern. Regelmäßige Tests bleiben als Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht bestehen.

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