Baden-Württemberg

Perfekte Baumgartner-Show: Hoffenheims Coach «enorm froh»

Christoph Baumgartner freut sich über ein Tor
Christoph Baumgartner und seine Mitspieler von TSG 1899 Hoffenheim jubeln über ein Tor. Foto: Uwe Anspach/dpa © Uwe Anspach

Sinsheim (dpa/lsw) - Christoph Baumgartner genoss die Krönung seines 30-Stunden-Wohlfühlprogramms spür- und sichtbar. «Die letzten zwei Tage waren sehr, sehr schön für mich», sagte Baumgartner nach dem 2:1 (2:1)-Sieg der TSG 1899 Hoffenheim gegen den Tabellendritten VfL Wolfsburg. Er habe sich jetzt erstmal ein Radler verdient.

Gründe zum Anstoßen hatte Baumgartner genug. Der 21 Jahre alte Shooting-Star ließ seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung bei den Kraichgauern bis Ende Juni 2025 ein Tor zum Genießen folgen. Und nicht nur das. Der Führungstreffer in der 8. Minute leitete zugleich den späteren Erfolg ein. «Was für ein Hammer, was für ein sehenswertes Tor», schwärmte die «Kronen-Zeitung» aus Baumgartners Heimat Österreich.

Nach einer Hereingabe von Pavel Kaderabek hatte der viermalige Nationalspieler der Alpenrepublik den Ball mit der Brust angenommen, einmal auf dem Rasen aufprallen lassen und dann volley unter die Latte des Wolfsburger Tores gedroschen. «Ein super Ball ins Zentrum, ich kann ihn gut kontrollieren mit dem ersten Kontakt, treffe ihn super und - ja, bei dem Torwart musst du ihn auch gut treffen, dass es ein Tor wird», beschrieb Baumgartner die Szene.

Mit seinem spektakulären Treffer beendete er die gegentorlose Zeit von Wolfsburg-Keeper Koen Casteels. Der Ex-Hoffenheimer musste nach 673 Minuten erstmals wieder hinter sich greifen. «Das sind die Stories, die der Fußball schreibt», kommentierte Denni Strich aus der Geschäftsführung der Kraichgauer am Sky-Mikrofon. Einer wie Baumgartner - «ein richtig guter Typ» - sei für den Verein sehr wichtig.

Im Juli 2017 kam Baumgartner als 17-Jähriger von St. Pölten zur TSG. Am 11. Mai 2019 feierte er sein Debüt in der Bundesliga. Seit Ende desselben Jahres gehört er praktisch durchgehend schon zum Stamminventar der Hoffenheimer. 51 Einsätze sind es in der Meisterschaft bereits, dabei schoss Baumgartner zwölf Tore, neun weitere bereitete er vor.

«Ich bin sehr glücklich, die TSG ist sehr glücklich, so ist es perfekt für alle», sagte er am Samstag nach dem Sieg, den Andrej Kramaric noch vor der Pause in der 41. Minute perfekt gemacht hatte. Zwischenzeitig hatte mal wieder Wout Weghorst gegen seinen Lieblingsclub getroffen: Sein Tor in der 23. Minute war bereits das siebte des Niederländers gegen die TSG.

Beirren ließ sich die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß davon nicht. Allerdings geriet sie beim vierten Spiel ohne Niederlage nacheinander in der zweiten Halbzeit auch schwer unter Druck, nachdem Abschnitt eins eher an die Hoffenheimer gegangen war. «Ich freue mich enorm über das Spiel. Wir sind sehr gut reingekommen und haben Wolfsburg vor einige Probleme gestellt», sagte Hoeneß und konstatierte «einen günstigen Spielverlauf». Auch dank Baumgartner.

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