Baden-Württemberg

Priesemann: Keine Erkenntnisse aus nur einer Modellregion

Ein Wendeschild mit der Aufschrift "geöffnet" wird umgedreht
Ein Wendeschild mit der Aufschrift "geöffnet" wird umgedreht. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Symbolbild © Jörg Carstensen

Göttingen (dpa) - Einzelne Modellregionen für Öffnungen in Corona-Zeiten taugen aus Sicht der Göttinger Forscherin Viola Priesemann nicht für aussagekräftige Analysen. «Aus einer einzigen Modellregion lässt sich keine wissenschaftliche Erkenntnis ziehen», sagte die Pandemie-Modelliererin vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation am Dienstag. Die Gebiete seien zu klein. Lernen könne man nur aus dem Vergleich mehrerer Modellregionen. Daher strebe sie mit Kollegen und Kolleginnen an, Daten aus mehreren Modellregionen gemeinsam auswerten zu können.

Bundesweite Aufmerksamkeit erzielte unter anderem Tübingen mit einem von der baden-württembergischen Landesregierung unterstützten Modellversuch. In der Stadt wird geschaut, ob mit vielen Schnelltests zum Beispiel Außengastronomie und Kinos geöffnet werden können. Die Tübinger Universität begleitet das Projekt wissenschaftlich.

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