Landgericht

Quartett nach Macheten-Auseinandersetzung in Ulm vor Gericht

Prozess gegen Quartett nach Überfall
Im Landgericht führt ein Justizbeamter einen Mann an Journalisten vorbei in den Sitzungssaal. © Stefan Puchner

Ulm (dpa) - Nach einem Überfall und einer Auseinandersetzung mit einer Machete stehen seit Montag drei Männer und eine Frau in Ulm vor Gericht. Dem Quartett wird vorgeworfen, Mitte Februar einen 24-Jährigen in seiner Ulmer Wohnung überfallen zu haben, um an Drogen zu kommen.

Danach soll der überfallene Mann das Quartett mit einer Machete verfolgt haben. Dabei sollen der 24-Jährige und einer der Angeklagten einander mit der Machete verletzt haben. Wegen der ungewöhnlichen Waffe hatte die auf der Straße ausgetragene gewalttätige Auseinandersetzung damals in der Großstadt und darüber hinaus für viel Aufsehen gesorgt.

Zu Beginn des Prozesses sagte einer der Beschuldigten aus. Er könne aber wenig sagen, da er die anderen nur als Gefälligkeit begleitet habe. Die drei anderen Angeklagten sagten zunächst nichts zu den Vorwürfen.

In dem Verfahren vor dem Ulmer Landgericht sind drei Männer im Alter zwischen 21 und 40 Jahren und eine 33 Jahre alte Frau angeklagt. Da der jüngste Beschuldigte zum Tatzeitpunkt erst 20 und somit Heranwachsender war, wird vor der Jugendkammer verhandelt.

Die Angeklagten sollen damals in der Wohnung etwas mehr als 300 Gramm Marihuana und Haschisch erbeutet haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Quartett unter anderem besonders schweren Raub, Besitz von Betäubungsmitteln und Körperverletzung vor. Es sind zunächst neun Verhandlungstage geplant, ein Urteil könnte Mitte November verkündet werden.

Der überfallene 24-Jährige wurde laut einem Gerichtssprecher bereits im Juli unter anderem wegen bewaffneten Drogenhandels und Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und acht Monaten verurteilt. Das Gericht ordnete an, ihn in einer Entzugsklinik unterzubringen.