Baden-Württemberg

Röttgen: Außenpolitik im Wahlkampf zu wenig beachtet

CDU-Politiker Röttgen
Norbert Röttgen verlässt das Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. Foto: Peter Kneffel/dpa © Peter Kneffel

Friedrichshafen (dpa) - Außenpolitische Themen sind nach Ansicht des CDU-Politikers Norbert Röttgen im Wahlkampf zu kurz gekommen. «Mir ist es gelungen, die Außenpolitik und die Europapolitik ganz nach vorn in unserem Programm zu stellen. Aber dass es uns gelungen ist, es ganz nach vorn in unserem Wahlkampf zu stellen - das kann ich nicht behaupten», sagte Röttgen am Mittwoch beim Bodensee Business Forum der «Schwäbischen Zeitung» in Friedrichshafen. Das liege auch «an den politischen Führungen, die diese Themen meiden».

Röttgen, der als möglicher Anwärter auf den CDU-Vorsitz gilt, sagte, man müsse nach einem «Epochenbruch» im Kampf um eine neue Weltordnung «definieren, wer und was wir als Deutsche und Europäer sein wollen». «Dieser Frage weichen wir eigentlich aus.» So bestehe die Gefahr, dass die deutsche Außenpolitik in einem «hinterherlaufenden Reparaturmodus» bleibe statt diese zu gestalten.

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