Baden-Württemberg

Richtwert für Corona-Infektionen geht nur leicht zurück

Cornavirus - FFP3 Atemschutzmasken
Zwei FFP3 Atemschutzmasken liegen auf einem Tisch im Sonnenschein. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa © Karl-Josef Hildenbrand

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Südwesten bleibt hoch. Das Landesgesundheitsamt (LGA) verzeichnete am Donnerstag (Stand: 16.00 Uhr) 2753 neue Fälle, wie die Behörde in Stuttgart mitteilte. Die Gesamtzahl der Infektionen kletterte damit auf 254 636. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus gestorben sind, stieg um 107 auf nun 5336.

Eine Interpretation der Daten bleibt aber schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle dem Robert Koch-Institut zufolge verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind, wie es auf Anfrage hieß. Klarheit über das Infektionsgeschehen nach den Feiertagen ist nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 17. Januar zu gewinnen.

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz lag in Baden-Württemberg landesweit bei 111,7 - und damit leicht unter dem Wert von Mittwoch. Alle 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten liegen über dem Wert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. Der Großteil der Kreise weist eine Inzidenz zwischen 100 und 200 auf. Erstmals seit Anfang November waren alle baden-württembergischen Stadt- und Landkreise am Mittwoch wieder unter einer Inzidenz von 200 zu finden. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen je 100 000 Einwohner in einer Region sich binnen einer Woche mit dem Coronavirus angesteckt haben.

593 Patienten sind im Südwesten nach Daten des Divi-Intensivregisters in intensivmedizinischer Behandlung, wie das LGA weiter mitteilte. 358 von ihnen würden invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2083 der betreibbaren 2438 Intensivbetten (85,4 Prozent) belegt. Die Abkürzung Divi steht für die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Die Zahl der Corona-Impfungen in Baden-Württemberg lag bis einschließlich Mittwoch bei knapp 43 000.