Baden-Württemberg

Säugling womöglich an Vergiftung gestorben

Polizei
Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" hängt an einem Polizeipräsidium. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Symbolbild © Roland Weihrauch

Ebersbach-Musbach (dpa/lsw) - Ein neun Monate altes Mädchen ist im Kreis Ravensburg möglicherweise an den Folgen einer Vergiftung gestorben. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen, wie es in einer gemeinsamen Erklärung mit der Polizei Ravensburg vom Donnerstag heißt. Demnach besteht der Verdacht, dass der Säugling in der vergangenen Woche mit Schädlingsbekämpfungsmittel in Berührung kam.

Ein Kammerjäger habe ein solches Mittel in der Wohnung der Familie in Ebersbach-Musbach ausgebracht, um Ungeziefer zu töten. Womöglich sei das Kind am Montag vor einer Woche damit in Berührung gekommen, heißt es. Am Tag darauf wurde das Mädchen demnach im komatösen Zustand in ein Krankenhaus gebracht. Dabei habe es Symptome einer Vergiftung gezeigt. Am Donnerstag vor einer Woche sei das Kind gestorben. Nach einer Obduktion stand zunächst noch ein toxikologisches Gutachten aus.

Die Kriminalpolizei soll nun ermitteln, auf welche Weise das Kind mit der giftigen Substanz in Berührung gekommen sein könnte. Es sei zudem offen, ob jemand gegen die Sorgfaltspflicht verstoßen habe, sagte eine Polizeisprecherin. «Dabei stellt sich unter anderem die Frage, ob die Familie ausreichend über die mögliche Gefahr informiert wurde, die von einem Schädlingsbekämpfungsmittel ausgehen kann», fügte sie am Donnerstag hinzu. Die Räume der Kammerjäger seien von Ermittlern durchsucht worden.

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