Baden-Württemberg

Südwest: Fast 30 Prozent mehr Menschen über 65 gestorben

Ein Sarg wird in den Ofen des Krematoriums gefahren
Ein Sarg wird in den Ofen des Krematoriums zur Einäscherung hineingefahren. Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild © Felix Kästle

Stuttgart (dpa/lsw) - Bei Menschen im Alter von mindestens 65 Jahren ist die Zahl der Sterbefälle in Baden-Württemberg in der ersten Kalenderwoche 2021 angestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Stuttgart am Dienstag auf Anfrage mitgeteilt hat, starben nach vorläufigen Berechnungen 2476 Menschen, die 65 Jahre und älter waren, in der ersten Kalenderwoche 2021.

Damit lag diese Zahl 27 Prozent über dem Durchschnittswert der Jahre 2016 bis 2020. Im Durchschnitt starben in der jeweils ersten Kalenderwoche dieser Jahre 1956 Menschen, die mindestens 65 Jahre alt waren.

Die vorläufigen Zahlen des Landesamtes weisen auch darauf hin, dass die Zahl der Sterbefälle in der ersten Kalenderwoche bei jenen Menschen im Südwesten zurückgegangen ist, die jünger als 65 Jahre alt waren. In dieser Gruppe starben demnach 282 Menschen. Im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre lag diese Zahl in der ersten Kalenderwoche bei 306.

Zwar sei es möglich, dass der Anstieg bei den Toten, die mindestens 65 Jahre alt waren, auf die grassierende Corona-Pandemie zurückzuführen sei. Um konkrete Gründe für diese Entwicklung herauszuarbeiten, sei es indes zu früh, wie es vom Landesamt heißt.

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