Baden-Württemberg

Südwest-Firmen für Teilnahme an Expo-Pavillon in Dubai

Herrenknecht-Logo
Das Logo des Tunnelbohrunternehmens Herrenknecht am Firmensitz in Schwanau. Foto: picture alliance/dpa/Archivbild © Patrick Seeger

Ulm (dpa/lsw) - Mehrere bekannte Unternehmen aus dem Südwesten haben zur Teilnahme am Expo-Pavillon des Landes Baden-Württemberg in Dubai aufgerufen. So werben unter anderem der Tunnelbauer Herrenknecht, der Dübel-Hersteller Fischer und das Reinigungsgeräteunternehmen Kärcher in einem Schreiben für eine Beteiligung am Stand des Landes, wie die «Südwest Presse» (Freitag) berichtet.

Die Firmen bezeichnen den Expo-Pavillon in dem Brief demnach als «eine riesige Chance, unsere Netzwerke zu erweitern, neue Märkte zu erkunden und die gewaltige mediale Präsenz des Megaevents zu nutzen». Die insgesamt fünf Firmen werben demnach um weitere Partner für das Projekt.

Der Expo-Pavillon hatte bis vor kurzem noch zahlreiche Abgeordnete des Landtags in einem Untersuchungsausschuss beschäftigt, da die Kosten des Pavillons deutlich in die Höhe geschnellt waren. Sie kletterten von 3 auf voraussichtlich 15 Millionen Euro. Eigentlich sollte eine Projektgesellschaft den Pavillon komplett mit der Hilfe von Firmen finanzieren. Weil aber Sponsoren ihre Zusagen zurückzogen, sprang das Land ein.

Der Aufruf der laut der Zeitung an dem Pavillon ebenfalls beteiligten Firmen erfolgt kurz vor der Landtagswahl am kommenden Sonntag. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) hatte im Untersuchungsausschuss zum Expo-Pavillon Fehler ihres Ressorts eingestanden, aber keine persönliche Verantwortung.

Baden-Württemberg ist das einzige Bundesland mit einem eigenen Pavillon in Dubai. Die Weltausstellung soll vom 1. Oktober 2021 bis Ende März 2022 stattfinden. Sie sollte eigentlich schon 2020 über die Bühne gehen. Wegen der Corona-Krise wurde sie verschoben.

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